Olympia-Protest strebt keinen Boykott der Olympischen Spiele in Peking 2008 an. Olympia-Protest fordert aber im Sinne der olympischen Idee eine friedensstiftende Politik des Gastgeberlandes. Deshalb bedarf es einer konsequent kritischen Begleitung der Verletzung von Menschenrechten, insbesondere in Tibet, sowie der massiven Behinderung von internationalen Journalisten. Olympia-Protest geht es daneben aber auch um die Verletzung der Medien- und Filmfreiheit in China selber. Nachdem z.B. bei der Berlinale im vergangenen Jahr der chinesische Wettberwerbsbeitrag "Lost in Beijing" der Filmemacherin Li Yu erst nach dem Herausschneiden von fünf Szenen (darunter dem Tian'anmen-Platz) von der chinsesischen Zensurbehörde für das Festival freigegeben wurde, hat nun dieselbe Behörde einen Monat nach dem Kinostart im Heimatland sogar die geschnittene Version verboten.
Durch die Austragung der Olympiade will die chinesische Staatsführung eine Eingliederung in die Weltgemeinschaft erreichen. Die Bürger aus aller Welt bezahlen aber doppelt so viel für die Olympischen Spiele in "Beijing 2008“ wie die oftgenannten Sponsoren. Allein 1,74 Milliarden Dollar bringen die Fernsehrechte ein. 443 Millionen davon zahlt die Europa-Rundfunk-Union, also wir Steuer- und Gebührenzahler in Europa. Solange in China aber eine Unterdrückung von Menschen erfolgt, muss eine "globalisierte" Bürgerbewegung Flagge zeigen. So hat z.B. die aus Italien stammende regenbogenfarbene "Pace-Flagge" als Bürgerprotestbewegung einen internationalen Stimmungsumschwung zum Irak-Krieg eingeleitet.
Als Symbol der jetzigen Protestbewegung gelten die olympischen Ringe als Handschellen.
Der Protest muss vor und während der Spiel solange anhalten, bis folgende Forderungen erreicht sind:
1. Sofortige Beendigung der staatlichen Gewalt gegen Menschen in Tibet und anderen Provinzen. 2 . Uneingeschränkter Zugang für Journalisten zu allen Orten und Veranstaltungen in China. 3. Abschaffung der staatlichen Zensur für chinesische Filmemacher 4. Verbindliche Erklärung zur Aufnahme von Gesprächen mit dem Dalai Lama über eine kulturelle Autonomie in Tibet.
OLYMPIA-PROTEST-FLAGGEmit den olympischen Ringen als Handschellen ist ab sofort lieferbar. Sie ist keine Importware aus China. Sie wird in Deutschland im hochwertigen Siebdruck hergestellt. Die Fahne ist 60 x 90 cm gross, besitzt einen (z.B. für Besenstiele geeigneten) Hohlsaum und ist rundum doppelt genäht. Von dem Netto-Erlös aus dem Flaggenverkauf gehen 20 Prozent als Spende an Reporter ohne Grenzen.